Drei Berlin-Tipps

Ein Wochenende in Berlin: bestes Wetter, viel Sonne, angenehme Temperaturen. Hier drei Dinge, die mich außerdem begeistert haben.

Laden: Do You Read Me?!

Ein kleiner Laden, in dem es Indiemags zu kaufen gibt, also unabhängige Magazine, die mit viel Liebe und Herzblut produziert werden. DYRM hat eine schöne Auswahl zu bieten, ich hätte sogleich das halbe Sortiment erwerben können. Doch mein Rucksack ist sehr klein, da passt nicht viel rein – und ich musste Platz lassen, falls mir ein kleiner Hund zugelaufen wäre, den ich heimlich hätte abtransportieren müssen.

FYI/TMI

Folgende Magazine lese ich derzeit mit großer Freude: Fare (besonders die neueste Ausgabe über Antwerpen), Desired Landscapes (ein sehr kompakte Magazin-Buch über Städte und Reisen), Standart (ein Heft über guten Kaffee).

Auguststraße 28
doyoureadme.de


Bar: Buck and Breck

Selten fühlte ich mich so erwachsen. Die «Hidden Bar» ist von außen nicht als solche zu erkennen. Man muss an klingeln, jemand öffnet und führt einen hinein. Oder er schickt einen weg, weil alle Plätze besetzt sind. (Das kann man sich jedenfalls einreden.) Wir waren früh dran, die coolen Berliner würden sich erst in Stunden blicken lassen. Die einzigen Gäste waren wir aber nicht: In der schummrigen Ecke knutschte ein Liebespaar intensiv herum, dann gingen sie nach Hause. Die Drinks werden stilvoll und ohne Tamtam serviert. Das Personal ist aufmerksam und schenkt immer wieder Wasser nach. Im Hintergrund lief Jazz und andere Musik, die entspannte, jemand rauchte und Frank Zappa schaute mich an. Wunderbar. (Ich musste kurz ans Extrablatt denken, an die bunten Knicklichter, die dort in den 5-Euro-Cocktails schwammen.)

Brunnenstraße 177
buckandbreck.com


Ein sehr gutes Schnitzel in der «Fleischerei».

Restaurant: Die Fleischerei

Vegetarier werden hier nicht satt, befürchte ich. Der Name lässt das aber schon vermuten, und im Menü hab ich nichts gefunden, das nicht vom Tier stammt. Nun, was gab es also? Ein fantastisches Schnitzel, zum Beispiel, vielleicht das beste, das ich jemals gegessen habe! Ein Hingucker ist das Restaurant an sich: Es ist in einer ehemaligen Fleischerei untergebracht. (Glaube ich.) Positiv hervorheben möchte ich außerdem das schicke Logo draußen, es sollte mehr davon geben, in Deutschland. Es gibt zu viele hässliche Schilder über Läden, Kiosken, Frisören. Die Fleischerei hat sich einen schicken Schriftzug in Neonlicht anbringen lassen.

Schönhauser Allee 8
fleischerei-berlin.com


PS: Genächtigt haben wir im Hotel Gat Point Charlie – seltsamer Name, oder? Gut waren das Frühstück, die Betten und der Wasserdruck in der Dusche. Ich hab nur andauernd einen gewischt bekommen, war ständig aufgeladen. Praktisch fand ich die Möglichkeit, das Gepäck in einem Gepäckraum lagern zu können. Wir konnten dann nach dem Checkout (um 12 Uhr) unbeschwert Kreuzberg erkunden. Schön da.