Warum eigentlich bloggen?
Vor nunmehr zwei Jahrzehnten installierte ich das erste Mal WordPress und bloggte über meine Schulzeit, dann über meinen Zivildienst und später auch übers Studium. Inzwischen ist mein Blog nicht mehr online, aber das ist ganz gut so. Es folgten weitere Blogs, und das Internet veränderte sich drastisch. Heute spielen persönliche Websites angeblich keine Rolle mehr: Alle hängen nur noch bei Insta oder TikTok herum, keiner lernt mehr HTML, sondern vertraut der KI.
Doch natürlich gibt es sie weiterhin, die vielen persönlichen Blogs und Urgesteine wie Kottke.org. Ich lese so manches Blog seit mehr als 20 Jahren und weiß noch, wie ich am 11. September bei Kottke las, was passierte. Manche Blogs wie Spreeblick liegen still, andere sind dann doch verschwunden.
Zum Thema
Was Blogs besonders macht(e), beschreibt JA Westenberg in einem klugen Text: «People wrote long responses to each other's posts, those responses generated further responses, and you could follow the thread of an argument across multiple sites and weeks of discussion.» Die Aufforderung ist klar: «Start a blog», schreibt Westenberg.
PS: Und ich finde, dass es natürlich das Blog heißt, und niemals der Blog. Die Sache ist eindeutig wie bei Nutella!
Daniel Berger ist Tech-Journalist in Hannover, er schreibt Artikel über das Internet. Außerdem bloggt er Stadtgeschichten über Hannover. Mehr