Der neue Kindle

Eigentlich brauche ich keinen neuen Kindle. Natürlich nicht, denn ich habe ja schon einen. Der ist von 2015 und funktioniert noch gut genug. Er ist zwar ein wenig langsam, aber beim Lesen stört das nicht weiter. Was mich aber erstaunlich stark nervt, ist der fehlende USB-C-Anschluss! Wenn ich meinen alten Kindle laden muss, suche ich immer erst dieses eine Kabel, um ihn ans USB-Netzteil anzuschließen. Gut, dass ich das Ding so selten laden muss. Aber dennoch. Nervt total. Alles in meinem Leben soll USB-C sein.

Macht mir das Lesen mit dem Kindle eigentlich Spaß? Geht so; ich lese lieber Bücher aus Papier. Ist manchmal aber unpraktisch. Und manche Bücher möchte ich nicht im Regal stehen haben. Zum Beispiel die Werke von Dan Brown. Lese ich gern, aber das muss niemand wissen. Na gut, Sie wissen das jetzt! Sorry. Jedenfalls sieht der neue Kindle (Werbung) gut aus und das Display schließt bündig mit dem Gehäuse ab. Nice. Würde ich ihn erwerben, läse ich vielleicht wieder mehr – wer weiß? Ich habe in meiner Kindle-Bibliothek nämlich noch einige gekaufte, aber ungelesene Bücher «stehen». Den neuen Dan Brown zum Beispiel.


Interessanter als Lesegerät mit einem E-Ink-Display wäre das X4 Pro von Xteink. Das ist deutlich handlicher als ein Kindle und offener, zudem: günstiger. Ähnlich klein, aber mit knapp 300 Euro deutlich teurer ist das Palma 2 von Boox. Auf dem Ding läuft Android, sodass man auch die Kindle-App installieren kann.

Neue Fritzbox, neues Glück

Die Fritzbox ist tot, es lebe die neue Fritzbox! Doch ehe ich zurück ins Internet kann, muss ich das Gerät erst freischalten lassen. Die Telekom benötigt dazu die aktuelle Modem-ID und eine Glasfaser-ID. Die eine ID steht auf dem neuen Router und die andere ID – ach, wo steht die denn? Auf dem kleinen Kasten in unserem Multimedia-Kleinverteiler, auf der «Glasfaser-Dose»? Ist das aber wirklich die gesuchte ID? Bestimmt. Vielleicht.

Der neue Router verlangt schriftlich, dass ich bei der Telekom anrufe, damit ich einen (neuen) «Einrichtungslink» erhalte. Es ist vier Jahre her, seit ich den Anschluss eingerichtet habe. Die Erinnerungen an den Prozess sind vage, ich habe alles verdrängt. Doch nun zwingt mich ein, äh, Todesfall dazu, mich wieder einzuarbeiten, denn vor einigen Tagen verreckte unsere Fritzbox 5590 Fiber. Glücklicherweise schickte mir Fritz (ehemals AVM) eine Ersatzbox, die im Netzwerkverteilerschrank darauf wartet, das Internet durch unsere LAN-Kabel zu ballern und über WLAN direkt in unsere Hirne zu schießen.

Passend zum Thema

Ich dachte, ich tippe einfach die vielen Zugangsdaten in die Fritz-Verwaltung – und das war’s. Doch so leicht ist es nicht; ist es nie. Also warte ich jetzt auf einen Rückruf der Telekom. Immerhin muss ich nicht in irgendeiner Warteschleife hängen.


Während ich auf den Rückruf warte, überlege ich: Das muss doch auch irgendwie online gehen, immerhin ist das Jahr 2026! ChatGPT, den ich natürlich liebevoll «Chatty» nenne, weiß die Antwort: Es gibt tatsächlich einen «Telekom-Tausch-Assistenten», dem man die alte und die neue Modem-ID mitteilen kann (ohne die Glasfaser-ID wissen zu müssen).

Ich grapsche rasch nach meinem Android, aktiviere einen Hotspot und öffne den Browser. Doch zunächst ist die Website wegen einer «technischen Störung» nicht erreichbar. Sofort gebe ich jede Hoffnung auf, weine in Embryonalhaltung, bis meine Tränensäcke leer sind.

Erschöpft schöpfe ich neue Kraft und rufe die Website abermals auf – sie ist wieder online und ich kann tatsächlich die beiden Modem-IDs eingeben, die alte und die neue, und es funktioniert. Die neue Fritzbox kann die Einrichtung (endlich) vollenden und wir sind Minuten später wieder online. Es waren harte Tage, jetzt kann mich YouTube trösten.

Netflix verklagen

Es ist eine Art Hobby von mir, mich Sammelklagen anzuschließen – etwa gegen Meta, Amazon oder X. Es geht dabei um Preiserhöhungen, denen Anwender nie zugestimmt haben, oder um Datenschutzverstöße wie im Fall von X (das mal Twitter war). Nun sind außerdem Klagen gegen Netflix, Apple TV und Wow möglich, denn auch sie haben ihre Preise erhöht, ohne Nutzer zu fragen. Die Gerichte halten die Preisanpassungsklauseln der Anbieter für unwirksam.

Wer mitmachen möchte, kann sich auf Streaming-klage.de bequem eintragen. Kosten entstehen dabei keine, man muss auch nicht selbst vor Gericht erscheinen. Betrieben wird die Website von der Verbraucherkanzlei BK Baumeister & Kollegen, die mehr als 300.000 Mandanten betreut. Im Fall von Netflix fordert die Kanzlei sogar sämtliche Kosten zurück, also alle gezahlten Abo-Beiträge.

Fahrradkiste mit MIK-System

Seit wir einen Schrebergarten haben, muss ich einiges Zeug mit dem Fahrrad transportieren. Wochenlang stopfte ich also meinen Rucksack voll und fixierte unsere kleine Kühltasche auf dem Gepäckträger. So kann das nicht weitergehen, dachte ich und suchte im Netz nach einem Fahrradkorb für das MIK-System, mit dem mein Canyon Citelite:On nämlich ausgestattet ist. Es erlaubt ein schnelles Ein- und Ausklicken von Fahrradzubehör.

Stabile Fahrradkiste von Basil, Größe M.

Sodann entschied ich mich für die Fahrradkiste von Basil, die ich empfehlen kann: Sie ist stabil und sieht einigermaßen gut aus. Es gibt sie in drei Größen (S bis L); ich entschied mich für die mittlere. Leider ist die Kiste mit 25 Zentimetern etwas zu hoch, das hatte ich vor dem Kauf nicht bedacht. Wenn ich auf dem Sattel sitze, spüre ich mit meinem Gesäß die Kante von der Kiste. Nervig, fand ich, und stellte den Sattel etwas höher und schob ihn leicht nach vorn, was die Situation merklich verbesserte. Bequem wie ohne Korb ist die Sache aber nicht – vielleicht fällt mir noch etwas Besseres ein, ich könnte in den Korb zum Beispiel eine Mulde sägen.

Platte, Kiste, Gepäckträger

Jedenfalls brauchte ich noch eine MIK-Adapterplatte, die ich bei Amazon (Werbung) für 19 Euro erwarb. Diese Platte musste ich dann noch unter die Kiste schrauben, wozu vier Unterlegscheiben nötig (M5 x 15 mm) waren. Die lagen aber leider nicht der Adapterplatte bei, sodass ich diese auch noch besorgen musste. Sollte ich also losziehen und den hiesigen Baumarkt aufsuchen, um diese Plättchen zu erwerben? Niemals! Ich wollte faul bleiben, und bestellte abermals bei Amazon (Werbung): 30 Plättchen für 6 Euro. Die restlichen 26 Stück kann ich ja als Placebos verwenden. Meine Kiste (20 Euro) sitzt nun bombenfest auf dem Gepäckträger und ich kann mein Zeug besser als zuvor transportieren! Ich spüre oft die neidischen Blicke der Menschen, die noch alles in ihre Rucksäcke stopfen; ich bedauere sie ob ihres Leids.

No Connection: Ein Repeater sieht rot

Heute möchte ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit meinen Internet-Problemen belästigen. Vor vier Jahren bekamen wir einen Glasfaseranschluss und ich erwarb eine Fritzbox 5590 Fiber sowie zwei Repeater 1200 AX, die im Mesh die Wohnung reichlich mit WLAN versorgten, wobei der Router als Mesh-Master fungierte. Es war wunderbar, denn alles funktionierte einfach. Die Verbindung war stets schnell und stabil, ich konnte durch die gesamte Wohnung streifen und dabei langweilige Online-Artikel lesen.

Doch dann, irgendwann, kam es zu Aussetzern. Die Sonos-Boxen machten Faxen und die liebliche Musik verstummte immer wieder. Das lag aber gar nicht an Sonos oder Spotify, es lag an den beiden Repeatern: Sie fielen wiederholt aus und flogen aus dem Mesh. Das passierte leider immer häufiger; mal stellt der eine Repeater seine Arbeit ein, mal der andere. Als wollten sie mich mürbe machen. Ich rupfe sie dann immer aus der Steckdose, schimpfend, und stecke sie nach einigen Minuten wieder hinein – das hilft meistens (aber nicht immer). Woran liegt das?

Unser Equipment

  • Router mit Glasfaser-Modem: Fritzbox 5590 Fiber (Amazon)
  • Zwei Repeater 1200 AX (Amazon)
  • Diverse LAN-Kabel

Vielleicht hat ein Update von FritzOS das Problem verursacht, vielleicht werden die Repeater auch einfach zu heiß, weil die kleinen Dinger so viel zu tun haben. Beide Erklärungen sind im Netz zu finden – denn ich bin längst nicht der einzige Anwender mit exakt diesem Problem. Das beruhigt mich zwar, doch eine Lösung habe ich bisher nirgends gefunden. Große Hoffnung hatte ich, als Version 8.20 von FritzOS erschienen ist. Doch das Problem besteht weiterhin, wie ich jüngst erleben durfte.

Wir schauten lineares TV; es war schlimm

An einem regulären Dienstagabend saßen wir geschafft vor unserem Empfangsgerät und wollten eigentlich nur [redacted] bei Apple TV schauen. Doch der Fernseher meldete nur: «No Internet connection!» Seltsam, er war – wie immer – via LAN direkt mit dem Router verbunden und die Deutsche Telekom meldete keine Störung. Ich rannte, lief, sprintete rüber in den Westflügel, um mit meinem iMac ins Internet zu gelangen.

Besagter Mac ist nämlich ebenso via LAN mit dem Router verbunden. Und siehe da: Alles wie immer, kein Problem erkennbar, ich konnte wie gehabt durch das weite Web ballern. Mich traf sodann ein Geistesblitz, ich brannte und rannte zurück zum TV im Wohnzimmer und riss den Repeater aus der Steckdose. Der Fernseher war sofort wieder mit dem Netz verbunden: «Connected!» Repeater und TV steckten nämlich beide in einem Switch und der Repeater hatte durch seine Fehlfunktion irgendwas blockiert. Aha, dachte ich, allmählich hasse ich dieses Teil. «Absolut nervig», fasst ein Reddit-User die Situation zusammen. Stimmt leider.