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2021: Jahresrückblick anhand meiner Amazon-Bestellungen

Im Jahr 2021 habe ich insgesamt 18 Bestellungen bei Amazon getätigt. Genug für einen Jahresrückblick, der auf meinem Kaufverhalten basiert.

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Textgenuss und Schnaps: Meine erste Lesung

In Hannover gibt es die Lesebühne, die «Schnaps und Textgenuss» verspricht. Autorinnen und Autoren dürfen dort ihre Geschichten vorlesen – Kurzgeschichten, Auszüge aus Romanen, Gedichte oder eine ganz andere Gattung (Anleitungen?). Spontan reichte ich am Tag der Deadline einige meiner Geschichten ein, die ich für den Young Storyteller Award geschrieben hatte. Und tatsächlich durfte ich am 10. Oktober auf der Bühne sitzen und meine Werke vorlesen. Es war das erste Mal, dass ich der Öffentlichkeit etwas vorgelesen habe!1

  1. Es war dann auch etwas seltsam, als ich zu Hause das Vorlesen geübt habe. Ich saß auf dem Sofa und erzählte den Wänden und Möbeln (und Nachbarn) ein paar Geschichten. Nach zwei, drei Storys habe ich mich fast dran gewöhnt und am Abend selbst hat es mir sogar Spaß gemacht. Das wiederhole ich im nächsten Absatz nochmal:

Es hat mir großen Spaß gemacht, auch das Zuhören. Gelesen haben außer mir noch Angela Regius, Ronja Lobner und Burkhard Wetekam, der mich auf das Autor:innenzentrum Hannover (hannoverschreibt.de) aufmerksam machte, dem ich dann auch beitrat. Jedenfalls sind die Lesungen allesamt in der Soundcloud zu hören; mein Teil befindet sich hier.

Ich durfte auf der Lesebühne sitzen und vorlesen: Kurzgeschichten über einen verliebten Bankräuber, über Nachmittage mit Sim City 2000, über einen Hellseher, der den Tod prophezeit. – Foto von Lamin Njie

Die Lesebühne ist Mitglied im Netzwerk Unabhängige Lesereihen. Besonderen Wert legt der Verein auf eine große Vielfalt von Locations: Vorgelesen wird in Kneipen, Cafés, im Theater. An jenem Abend, als ich auf der Bühne saß und las, waren wir im Fiasko in Linden-Nord zu Gast. Und es gab tatsächlich Schnaps.

Stilkritik: Deutsche Fewos sind pottenhässlich

Blaue Ledersofas, knallgelbe Wände und blutrote Bettdecken: Ferienwohnungen in Deutschland sind oftmals grotesk hässlich. Eine Stilkritik.

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Challenge: Täglich 10.000 Schritte gehen

Die Geißel des schreibenden Stubenhockers ist das Sitzen. Der Rücken wird krumm und die Gelenke werden morsch. Was dagegen tun? Aufstehen und in Bewegung geraten! Eine Woche lang habe ich mir vorgenommen, täglich mindestens 10.000 Schritte zu gehen oder zu laufen. Ich hatte am Montag und Dienstag (versehentlich) diese Marke überschritten und dachte: Die restlichen fünf Tage schaffe ich auch noch. Es war jedoch erstaunlich anstrengend – besonders am Sonntag.

Murrend um die Häuser

Zehntausend Schritte sind ganz schön viel, das ist ganz schön weit, nämlich sieben bis neun Kilometer. Diese Distanzen bin ich nie ab Stück gelaufen, ich musste mich mindestens zweimal am Tag aufraffen und eine Runde gehen oder durchs Gestrüpp joggen. Vor einigen Jahren, als ich noch voller Freude durch die Gegend joggte, lief ich mindestens zehn Kilometer am Stück, in unter 55 Minuten. Doch das ist lang vorbei. Leider!

Abends saß ich schon fast auf dem Sofa, als mir einfiel, dass noch 2000 Schritte bis zum Ziel fehlen. Also ging ich (leise murrend) vor die Tür und umrundete die Häuserblöcke, als wäre ich mit meinem unsichtbaren Hund unterwegs. (Der würde Natascha oder Ciabatta heißen und manchmal schnappen. Als Belohnung bekäme er selbst gebackene Leckerlis.)

Gut zu Fuß: Mindestens 10.000 Schritte pro Tag ergeben 75.285 Schritte in der Woche.

Am Sonntag bin ich losgerannt und durch den Stadtwald gejoggt. Ich wollte in kurzer Zeit möglichst viele Schritte sammeln. Nur kommt Google Fit mit dem Laufen nicht so gut klar – am Ende der Tour hatte ich erstaunlich wenig Schritte auf dem Tacho. Oder die App ist so klug und zählt beim Laufen größere Schritte1. Ich nehme an, dass beim normalen Gehen die Schrittlänge kürzer ist als beim Laufen, man also mehr Schritte pro Kilometer sammelt. Jedenfalls flanierte ich dann auch am Sonntagabend meine «sinnlose Runde» durch den Stadtteil, um die fehlenden Schritte abzulatschen. Es war kalt, weil der Wind von vorn wehte. Es war dunkel und vor allem langweilig. Hätte ich doch einen echten Hund, mit dem ich über Luhmanns Systemtheorie quatschen könnte.

  1. Genau genommen liest die App ja nur den Bewegungssensor im Handy aus und interpretiert die erfassten Daten. Wahrscheinlich ist das sogar ziemlich genau (und ich hätte einfach eine Extrarunde joggen müssen).

Alles nur ausgedacht

Die täglichen 10.000 Schritte sind übrigens Quatsch und basieren keineswegs auf wissenschaftlichen Studien. Die willkürliche Zahl stammt aus der Werbung, alles nur ausgedachtes Marketing. Es würden wohl auch 7500 Schritte am Tag ausreichen, sagen einige Studien. Andere gehen davon aus, dass 10.000 sogar zu wenig sind. Nichts Genaues weiß man nicht. Ich jedenfalls habe mein Tagesziel erst einmal reduziert, auf 7500, damit ich motiviert bleibe, mich täglich zu bewegen.


Nachtrag, 12. August 2023: Eine neue Studie zeigt, dass bereits 4000 Schritte pro Tag gesünder machen. Es gilt aber: je mehr Schritte, desto besser für die Gesundheit. «Bei Menschen unter 60 Jahren sank der Analyse zufolge das Sterberisiko bei 7000 bis 13.000 Schritten pro Tag um 49 Prozent», schreibt der Spiegel.

2020: Ein persönlicher Jahresrückblick

Dieses seltsame Jahr 2020 ist bald vorbei: Zeit für einen Blick zurück – und nach vorn.

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