Die AfD muss verlieren

Der Vizepräsident der fucking USA traf sich also mit der AfD, mit «Alice für Deutschland» Weidel. Als wäre das ganz normal.

Als ich vor einigen Jahren den schmalen AfD-Stand in der Innenstadt sah, dachte ich: Was, wenn diese lächerlichen Männer eines Tages wirklich an die Macht kommen? Was, wenn sie gewinnen werden? Ich konnte mir das nicht vorstellen – zu albern sahen diese dürren Kerle aus, die am Stand standen und ihre peinlichen Flyer verteilten. Die landeten schnell auf dem Boden, zertrampelt von der Zivilgesellschaft.


Wieder ein paar Jahre später standen die Versager von der AfD in der Fußgängerzone mit einem größeren Stand. Wieder sah dieser Haufen so lächerlich aus. Doch es blieben mehr Passanten stehen und hörten sich den verbalen Dünnschiss an. Immerhin gab es ordentlich Protest, die Polizei musste die erbärmliche Nazibande schützen, damit sie nicht aufs Maul bekam. Ich stand anbei und hatte Feuer im Bauch. Der Anblick war schwer zu ertragen, doch wir waren machtlos. Die Demokratie schützt auch jene, die sie am liebsten abschaffen möchten.

Nun ist sich auch ein Elon Musk nicht zu schade, zu diesen lächerlichen Figuren zu sprechen, sie aufzubauen, zu loben, zu fördern. Friedrich Merz ist es ganz egal, dass die AfD für seine Sache stimmt. Shit happens. Und wie die AfD das abfeiern muss! Die Parteispitze muss sich wahrlich genial vorkommen. Sie sind im Aufwind.

Was anfangs noch wie eine Farce wirkte, wird zur bedrohlichen Realität. Was den Rechten natürlich nur gefallen kann. Doch die AfD darf niemals gewinnen! Nazis müssen verlieren. Immer und immer wieder.

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Daniel Berger ist Tech-Journalist in Hannover. Er schreibt Artikel über das Internet, außerdem bloggt er über Technik, Politik und das Schreiben. Mehr